DIE AUSHUNGERUNG DEUTSCHLANDS

In Deutschland herrschte [1946] das graue Elend . . . Hunger und Erschöpfung ließen die Deutschen nur mühselig dahinvegetieren.

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All denen ins Gedächtnis gerufen die es, wie auch ich, selber nicht mehr miterleben mußten und besonders denen die nicht das „Glück“ hatten, es von Zeitzeugen selber erzählt zu bekommen.

„1919 in ihren Friedensverträgen haben die Sieger des ersten Weltkrieges den Wind gesät und so sicher, wie die Nacht dem Tag folgt, im zweiten Weltkrieg den Sturm geerntet. Sie haben nichts gelernt und nichts vergessen, und erfüllt von Neid, Furcht und Habgier, haben sie ihre bösen Taten wiederholt und haben zum zweiten Male den Besiegten Ungerechtigkeiten auferlegt. Also haben sie wiederum Wind gesät und werden wiederum Sturm ernten. Böses erzeugt Böses, und wenn ihr blind seid wie Simson, wenn ihr die Säulen des Hauses eurer Feinde niederreißt, dann werden seine Trümmer euch erschlagen.“
(Der britische General Fuller in seinem Buch „Der zweite Weltkrieg“)

8mai

„Das Unrecht an Deutschland“

Von Dr. jur. et Dr. phil. et Dr. rer. pol. Franz J. Scheidl

Befreiung durch jahrelanges Aushungern, das mindestens 5 Millionen Deutsche nicht überlebten.

Man ließ das amerikanische Volk in Unkenntnis der Tatsache, daß man das deutsche Volk aus Rache der Verzweiflung und dem Hungertod preisgab.“ (F. Utley)

Die Schmach, wie man das deutsche Volk in den Jahren 1945 bis 1949 erbarmungslos dem Hungertod preisgab, ohne auch nur einen Finger zu seiner Hilfe zu rühren, wird als Denkmal amerikanischer Christlichkeit und Humanität in die Geschichte eingehen.

Drei volle Jahre nach der bedingungslosen Unterwerfung Deutschlands machte der Schweizer Nationalrat Rupp eine Studienreise durch Deutschland. Er berichtete über die Lebensverhältnisse in Deutschland im Juni 1948:

Zur gleichen Zeit betrug der Wochenlohn eines deutschen Arbeiters in Köln 23 bis 26 Mark, in Berlin 32 Mark. Während die deutsche Bevölkerung buchstäblich verhungerte, zogen die Besatzungsmächte Zehntausende Tonnen Lebensmittel zum Unterhalt ihrer Truppen aus dem Land. Frankreich schickte zu den 100 000 Mann Besatzungstruppen noch deren Familien samt Zehntausenden Kindern nach Deutschland, die aus der deutschen Wirtschaft
ihre Lebensmittel zogen.

„In Baden-Baden, wo General König (inmitten eines verhungernden Volkes) mit dem Pomp eines Vizekönigs von Indien residiert, leben mehr Franzosen als Deutsche . . . Frankreich nutzt seine Zone als Übungsplatz für seine Armee aus, und die französischen Besatzungstruppen bringen nicht nur ihre Frauen und Kinder, Großmütter, Tanten, Geschwister und Vettern mit. Außer diesen Menschen, die alle auf Kosten der deutschen Wirtschaft leben, werden auch Kinder und Kriegsverletzte zum Erholungs- und Ferienaufenthalt nach Deutschland geschickt, wo sie mit riesigen Mengen von Milch, Butter, Eiern und allen sonstigen Nahrungsmitteln versorgt werden müssen.
Bis 1948 waren die Deutschen in dieser Zone buchstäblich am Verhungern.
Dann erhielten sie wenigstens etwas aus den Zuteilungen der amerikanischen ECA.“ (F. Utley, S. 282 Weiterlesen „DIE AUSHUNGERUNG DEUTSCHLANDS“